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 BILD vom  24.10.04

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"... das wenden die Leute heut' ein: Der Vermittler damals hat gesagt, brauchst' dich darum nicht zu kümmern, brauchst' auch kein Geld zu haben. Das regelt sich alles von selber. Und lass' 20 Jahre 'rumgehen, dann gehört dir die Hütte und du hast 'ne prima Altersversorgung. Und dann frag' ich mich immer: Wer ist denn so blauäugig? Denn - wenn das zuträfe - dann kann er sich die ganze Bundesrepublik kaufen." (O-Ton BADENIA-Chef Dietrich Schröder in der ZDF-Sendung Mona-Lisa am 30.10.2004
 

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 BILD Thüringen   vom 15.11.2004: "Ich habe keine Kraft mehr zu kämpfen!"

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 BILD am Sonntag   24.10.2004

Immobilien-Skandal - Schon 4 Tote

Hunderte Kleinanleger wurden mit Billig-Wohnungen in die Schuldenfalle gelockt. Statt im Alter versorgt zu sein sind viele von ihnen ruiniert. Einige nahmen sich sogar das Leben.

Von Steffen Fründt und Axel Sturm.

Seine Hand zittert, als er das Foto aus der Tasche zieht. Darauf ist eine junge Frau zu sehen mit blondem Kurzhaarschnitt und hellen träumerischen Augen. Das Bild einer hübschen Mittzwanzigerin, die das Leben noch vor sich hat. „Anja, meine Tochter. Sie war so selbstbewusst, so lebensfroh – und dann – nur wegen diesem Scheiß-Geld!“

Die Stimme von Klaus Schüller (54) wird ganz leise. Er muß wieder an diesen Moment denken, als er vor fünf Wochen die Wohnung seiner Tochter in Würzburg betrat und sie tot auf dem Bett liegen sah. Neben ihr ein Abschiedsbrief- und ein Vollstreckungsbescheid der Bausparkasse. Die OP-Schwester (28) hatte sich das Leben genommen, weil ein dubioses Immobiliengeschäft ihre Zukunft zerstört hatte.
Freitag in Karlsruhe auf dem Badenia-Platz: Vor der Zentrale von Deutschlands viertgrößter Bausparkasse (30 Mrd. Euro Jahresumsatz) versammeln sich aufgebrachte Männer und Frauen.

Es sind Kleinanleger, die wie Anja Schüller eine Eigentumswohnung als Altersvorsorge erwarben und diese mit speziellen Bausparverträgen der Badenia finanzierten. Arbeiter, Handwerksgesellen, Müllwerker – „ kleine Leute“, die sich ein wenig Sicherheit für den Lebensabend schaffen wollten. Doch ihre „Lebensträume“ (Werbeslogan der Bausparkasse) platzten. Wie der von Papiermacher Fritz K. (58) aus Hannover, der für 140 000 Mark eine 28-Quadratmeter-Wohnung kaufte, deren Wert ein Sachverständiger später auf 60 000 Mark schätzte. Die Kleinanleger sitzen auf Schrottimmobilien und hohe Schulden, viele stehen vor dem Ruin.

„Das Verhalten der Badenia ist menschenverachtend und zynisch“,sagt der Rechtsanwalt und ehemalige Bundesminister Gerhard Baum, der mit dem Düsseldorfer Anwalt Julius Reiter inzwischen mehrere hundert Geschädigte vertritt, „ Es ist der größte Immobilienskandal Deutschlands.“

Nach dem Vorwurf der Opferanwälte soll die Badenia in enger Verflechtung mit dubiosen Vermittlerfirmen 8000 Anleger in die Schuldenfalle gelockt haben. Es geht um Bausparverträge mit einem Volumen von 680 Millionen Euro. Jetzt ermittelt auch die Staatsanwaltschaft Mannheim gegen ehemalige leitende Mitarbeiter der Badenia wegen Betrugsverdachts- die Badenia selbst wollte gegenüber BamS keine Stellung nehmen.

Oberstaatsanwalt Volkmar Arnold: „ Den Käufern wurden Finanzierungen für minderwertige Wohnungen verschafft. Die Bausparverträge wiesen eine ungewöhnlich lange Laufzeit von etwa 32 Jahren auf. Der Finanzierungsaufwand war so groß, dass die Anleger unter der Last zusammenbrachen. Bei den Geschädigten handelt es sich zumeist um minderbemittelte Leute, die sich normalerweise keine Immobilie leisten könnten.“

Anja Schüller bekam 1998 Besuch vom Immobilienvermittler Axel A. Sie war drei Jahre zuvor nach Abschluß ihrer Ausbildung zur Krankenschwester aus ihrer thüringischen Heimatstadt Meiningen nach Würzburg gezogen, hatte dort eine Stelle in der Uni- Klinik gefunden. Von dem seriös wirkenden Immobilienvermittler ließ sie sich zum Kauf einer Plattenbauwohnung in Chemnitz überreden. Ohne Eigenkapital, wie Axel A. ihr vorrechnete. Statt dessen wurde die rund 140 000 Mark teure Wohnung über zwei Badenia- Bausparverträge finanziert. „Sie hat mir am Telefon gesagt, dass sie etwas für ihre Zukunft tun wollte“, erinnert sich der Vater. „Doch die Mieteinnahmen waren geringer als erwartet, auch die erwartete Steuerersparnis blieb aus. Statt dessen musste Anja immer mehr zahlen.“

Denn im Gegensatz zu üblichen Bausparverträgen mit festen Raten waren die Badenia-Finanzierungen so gestaltet, dass die Belastungen mit der Zeit immer höher wurden. Als die Krankenschwester die Raten irgendwann nicht mehr aufbringen konnte, drohte die Badenia mit Lohnpfändung und Zwangsvollstreckung: Anja Schüller sollte 70 000 Euro zahlen. Ihr Vater: „Anja standen vor Scham die Tränen in den Augen, als man auf der Arbeit von ihren Schulden erfuhr. Die vielen Schulden ließen sie verzweifeln, sie sah wohl keine Zukunft mehr“, so der Vater. Am 17. September 2004 legte sich Anja Schüller eine tödliche Infusion. Sie nahm sich das Leben- wie zuvor schon drei andere Anleger. Auch diese hatten offenbar keine Perspektive mehr für sich gesehen.

Um sich abzusichern, hatte sich Anja Schüller noch zu einer Risikolebensversicherung bei der Aachener und Münchener überreden lassen, dem Mutterkonzern der Badenia. Diese wird nun ausgezahlt – voraussichtlich an die Badenia.

 

WAS WUSSTE DER FINANZVOSTAND?

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Mannheim richten sich vor allem gegen diesen Mann: Elmar Agostini (Foto), ehemaliger Finanzvorstand der Badenia- Bausparkasse. Er soll den Vorwürfen zufolge bei Immobilienabzocke die Strippen gezogen haben. Agostini war nicht nur Manager bei der Badenia, sondern zugleich im Aufsichtsrat der Immobilienfirma Allwo und Beirat der Vermittlungsfirma Heinen & Biege.

Ein lukratives Unternehmensdreieck: Die Allwo wollte Immobilien verhökern, von denen viele noch aus dem Pleiteprojekt „Neue Heimat“ stammten. Heinen & Biege-Mitarbeiter vermittelten die Wohnungen an Privatanleger, wobei überzogene Provisionen von bis zu 30 Prozent geflossen sein sollen. Und die Badenia übernahm die Finanzierung und kassiert bis heute satte Zinsen. Alle profitierten bei dem Dreiecksdeal- bis auf die Kleinanleger. Die Staatsanwaltschaft wirft den Beschuldigten zudem Prozeßbetrug vor. Als die Badenia- Opfer vor Gericht zogen, sollen die Immobilienvermittler zu Falschaussagen gedrängt worden sein. Agostini soll sich derzeit im Ausland aufhalten.

 

 

 

 

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Grafiken, im Jahre 2002 entworfen von  Andreas Leithäuser an der Uni Weimar nach einem Vortrag über Schrottimmobilien

 

Wer sich als Politiker nur einen Zentimeter Banken und Versicherungen nähert, entfernt sich meilenweit vom Verbraucher!

Wie macht man mit einer deutschen Bank ein kleines Vermögen?   ==>   Antwort hier

Hausmüll wird auf der Mülldeponie entsorgt, Schrottimmobilien beim Verbraucher

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Stand: 12. April 2010