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 KA-News 16.11.04

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"... das wenden die Leute heut' ein: Der Vermittler damals hat gesagt, brauchst' dich darum nicht zu kümmern, brauchst' auch kein Geld zu haben. Das regelt sich alles von selber. Und lass' 20 Jahre 'rumgehen, dann gehört dir die Hütte und du hast 'ne prima Altersversorgung. Und dann frag' ich mich immer: Wer ist denn so blauäugig? Denn - wenn das zuträfe - dann kann er sich die ganze Bundesrepublik kaufen." (O-Ton BADENIA-Chef Dietrich Schröder in der ZDF-Sendung Mona-Lisa am 30.10.2004
 

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Ka-News vom 16.11.2004

Badenia-Prozess


Eigenes Gutachten belastet Bausparkasse

 

Demonstranten machen auf dem Badenia-Platz ihrer Wut Luft
(Foto: ka-news)

Karlsruhe - Stolpern die Verantwortlichen der Badenia über ein selbst in Auftrag gegebenes Gutachten? Am 24. Mai 2002 hatte der Vorstand der Bausparkasse die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCooper (PwC) veranlasst, das von Heinen & Biege (H&B) und der "Köllner Gruppe" vermittelte Kreditgeschäft zu überprüfen. Die beiden Firmen hatten in den neunziger Jahren überteuerte Eigentumswohnungen an Kleinanleger verkauft. Das Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass H&B bereits seit 1998 nur noch als Strohmann der Badenia fungiert hat.

Die Wirtschaftsprüfer stellen fest, dass "die Badenia Heinen & Biege zur Überbrückung einer seit 1995 andauernden Liquiditätskrise mehrere Darlehen und sonstige Finanzierungshilfen" gewährt habe. Die Rückzahlung der Darlehen sei vom Absatzerfolg von H&B abhängig gewesen. Diesen Interessenkonflikt hätte die Bausparkasse nicht thematisiert. Für Badenia-Sprecher Rainer Thurmann werde mit diesen Vorwürfen nur versucht, einen "Sturm im Wasserglas" zu erzeugen. Die Fakten seien "alt und bekannt". Vorstandsvorsitzender Dietrich Schroeder verteidigte die Position der Badenia: "Wir haben die Immobilien, die heute manchen Leuten Not machen, finanziert. Wir haben sie nicht vermittelt."

Der "größte und am besten dokumentierte Immobilienskandal"?

Nach Auffassung der Gutachter ist diese Rechtsauffassung allerdings angreifbar. Die Badenia habe nicht ausreichend über die Risiken des Immobilienkaufs informiert und müsse daher mit einer "Rückzahlung der Darlehen und Erstattung der bereits erbrachten Darlehensraten" rechnen. Der frühere Bundesinnenminister und Rechtsanwalt Gerhard Baum, der zusammen mit der Düsseldorfer Kanzler Reiter & Collegen rund 300 Badenia-Kunden betreut, forderte als erste Reaktion den Rücktritt des Vorstandes: "Die 2001/2002 neu gebildete Führungcrew der Badenia hat offensichtlich nicht dazugelernt, obwohl sie genau informiert war."

Für Baum handelt es sich, um den "größten und, wie ich meine, am besten dokumentierten Immobilienskandal in Deutschland". PwC geht in dem Gutachten davon aus, dass rund 4.450 Kreditnehmer betroffen sind. Das gesamte Finanzierungsvolumen beträgt 315 Millionen Euro. Vier der Badenia-Opfer haben in den vergangenen Jahren Selbstmord begangen. Erst vor kurzem hatten Kunden ihrer Wut auf einer Demonstration vor der Karlsruher Badenia-Zentrale Luft gemacht (ka-news berichtete).

In einer Pressemitteilung distanzierte sich Reiter & Collegen von dem Vorwurf, die Kanzlei habe die Klienten Anja Schüller, die sich vor knapp zwei Monaten das Leben genommen hatte, nicht rechtzeitig über ein Vergleichsangebot informiert: "'Reiter & Collegen' hatten ihrerseits am 12.11.2004 gegen den Vorstandsvorsitzenden der Badenia eine einstweilige Verfügung erwirkt. Ihm wird folgende Äußerung vorläufig untersagt: 'Wir haben uns mit der armen Frau Schüller nicht einigen können, weil das Angebot bei ihr nicht angelandet ist. Es liegt bei den Anwälten...'" (tmh)

Meldung vom Dienstag, 16. November 2004  © ka-news 2004

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Grafiken, im Jahre 2002 entworfen von  Andreas Leithäuser an der Uni Weimar nach einem Vortrag über Schrottimmobilien

 

Wer sich als Politiker nur einen Zentimeter Banken und Versicherungen nähert, entfernt sich meilenweit vom Verbraucher!

Wie macht man mit einer deutschen Bank ein kleines Vermögen?   ==>   Antwort hier

Hausmüll wird auf der Mülldeponie entsorgt, Schrottimmobilien beim Verbraucher

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Stand: 12. April 2010