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 Ostthüringer 11.12.04

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"... das wenden die Leute heut' ein: Der Vermittler damals hat gesagt, brauchst' dich darum nicht zu kümmern, brauchst' auch kein Geld zu haben. Das regelt sich alles von selber. Und lass' 20 Jahre 'rumgehen, dann gehört dir die Hütte und du hast 'ne prima Altersversorgung. Und dann frag' ich mich immer: Wer ist denn so blauäugig? Denn - wenn das zuträfe - dann kann er sich die ganze Bundesrepublik kaufen." (O-Ton BADENIA-Chef Dietrich Schröder in der ZDF-Sendung Mona-Lisa am 30.10.2004
 

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Ostthüringer Zeitung vom 11.12.2004

Das kurze Leben der Anja Schüller

Die Greizer Freidenker diskutieren über ein tragisches Schicksal und die Fakten dahinter   Greiz (OTZ/R. K.). Greifbar nahe wurde das tragische Schicksal von Anja Schüller -aus den Medien Vielen schon bekannt - auf der gut besuchten Veranstaltung am Donnerstagabend, zu der die Freidenker deren Vater Klaus Schüller nach Greiz eingeladen hatten. "Wie geht jede Gesellschaft mit dem Menschenrecht um?" - eine Frage, die sowohl in ihrer Bilanz als auch später in der Diskussion eine tragende Rolle spielte. Der Vater berichtete folgendes: Die 22-jährige Anja Schüller hatte im November 1999 zwecks Altersvorsorge ohne Eigenkapital eine Eigentumswohnung in Chemnitz gekauft, deren Erwerb die Bausparkasse "Badenia" finanzierte. Zwei Bausparverträge wurden mit ihr abgeschlossen. Die Raten sollten durch Mieteinnahmen und Steuerersparnis getilgt werden. Die prognostizierten Einnahmen ließen sich in dieser Wohngegend jedoch nicht erzielen. Anja Schüller musste den Offenbarungseid leisten. Die Bausparkasse forderte schließlich durch Pfändung etwa 70000 Euro von ihr. Eine für Frau Schüller ausweglose Situation. 34 Jahre und elf Monate hätte sie in die Bausparkasse ein- und abzahlen müssen. Im Polizeiprotokoll, so berichtet der "Stern" dann "Selbsttötung durch Vergiftung, Verätzung. Wegen wirtschaftlicher Notlage". Und "der vierte Selbstmord", den Kritiker der "Badenia" zurechnen. Sachlich die Fakten, hinter denen eine zielstrebige junge Frau voller Hoffnungen stand, die sich als Krankenschwester einen sehr verantwortungsvollen Beruf ausgesucht hatte, die Gedichte schrieb, die kontaktfreudig, selbstbewusst und stolz ihr Leben in die Hände nehmen wollte. Auch Eltern werden sichtbar, die zuerst fast verzweifeln, die dann aber ihre Trauer damit bewältigen, dass sie dieses Leid anderen ersparen möchten. Sie lassen das Schicksal ihrer Tochter nicht unwidersprochen, gehen an die Öffentlichkeit und fragen nach.

Sie fordern von der Politik, Gesetzeslücken zu schließen, Rahmenbedingungen zu schaffen, die Ähnliches künftig verhindern, obwohl ihnen das die Tochter nie wiederbringt. Eine Stiftung ist sogar angedacht, die Notleidenden in ähnlicher Situation hilft. Anschließend spricht der Versicherungsfachwirt und Stadtrat Holger Steiniger. Dabei wird deutlich, dass Versicherungen und Bausparkassen notwendige Funktion besitzen, dass es aber auch unseriöse und mangelhaft qualifizierte Versicherungsvertreter gebe. Wenn jemand merke, dass ein Vertrag die eigene Leistungsfähigkeit übersteige, dann solle er auch den Versuch unternehmen, trotz wirtschaftlicher Verluste auszusteigen.

In der spannungsgeladenen Diskussion in der Cafeteria des Greizer Landratsamtes werden viele Fragen deutlich. Wie wurde und wird überhaupt eine Bonitätsprüfung des Klienten durchgeführt? Warum ist nicht Umkehr der Beweislast gesetzlich verankert, in der jeder Vermittler belegen können muss, dass er seine Beratungs- und Informationspflichten erfüllt hat? Warum wird keine Mindestqualifizierung der Versicherungsvertreter festgelegt? Wie ist eine Altersabsicherung für jeden überhaupt noch möglich? Fragen, bei denen der Gesetzgeber gefordert ist.

10.12.2004   

 

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Grafiken, im Jahre 2002 entworfen von  Andreas Leithäuser an der Uni Weimar nach einem Vortrag über Schrottimmobilien

 

Wer sich als Politiker nur einen Zentimeter Banken und Versicherungen nähert, entfernt sich meilenweit vom Verbraucher!

Wie macht man mit einer deutschen Bank ein kleines Vermögen?   ==>   Antwort hier

Hausmüll wird auf der Mülldeponie entsorgt, Schrottimmobilien beim Verbraucher

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Stand: 12. April 2010